HomeNewsMETTLER GLÄNZT MIT 4. RANG BEI 24H PREMIERE

METTLER GLÄNZT MIT 4. RANG BEI 24H PREMIERE

24h-1

 

Mensch und Maschine am Limit. 24 Stunden Vollgas. Das diesjährige 24h Rennen auf der legendären Nürburgring Nordschleife wurde seinem Ruf einmal mehr gerecht und sorgte für reichlich Action, Drama und Emotionen.

Mittendrin feierte der Schweizer Rennfahrer Yannick Mettler seinen ersten Einsatz bei einem 24-Stunden Rennen - und setzte mit dem 4. Rang in der BMW M235i Cup Klasse sogleich ein Ausrufezeichen. Ein voller Erfolg für den 26-Jährigen.

Gemeinsam mit dem Team FK-Performance aus Bremen und seinen Deutschen Teamkollegen Wolter, Hinte und Lambertz, kämpfte sich Mettler auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt durch 24 Stunden voller Spannung, Gefahren und Unwetter. Bei Tag und Nacht mit Höchsttempo, egal ob Regen, Nebel, halbnasse Strecke oder alles gleichzeitig - Die Fahrer und der BMW M235i Cup hielten der Belastung stand. Auch die Boxen-Crew von FK-Performance leistete bis zum Ende fehlerlose Arbeit.

 
24h-2
 
24h-3
 
Nachdem Mettler und seine 3 Fahrerkollegen im Qualifying das Auto so viel wie möglich geschont hatten, war man mit einem 5. Startplatz überaus zufrieden. "Durchkommen" war auch die Devise für die ersten 12 Stunden, wo die meisten Unfälle passieren. Dieses Mal schlug das launische Eifelwetter jedoch schon in der ersten Stunde des Rennens zu: Ein plötzlicher Hagelsturm sorgte für eine Reihe an Ausfällen, zahlreiche Fahrer verloren die Kontrolle über ihr Auto. Es herrschte Chaos und Ungewissheit. Die Folge war eine zweieinhalbstündige Unterbrechung des Rennens, sowie viele Ausfälle. Die #318 von Mettler/Wolter/Hinte/Lambertz kam unversehrt durch diese kritische Phase und konnte das Rennen auf Position 7 in der Cup Klasse wieder aufnehmen.
 
Für Mettler waren die vielen neuen Faktoren eine grosse Herausforderung. Das Fahren in der Nacht bei widrigen Bedingungen war ebenso eine neue Erfahrung, wie das Bremsen- und Reifen-Management über die Distanz. Langstreckenrennen zu fahren, heisst nicht nur immer Vollgas zu geben, sondern auch strategisch zu agieren und über die gesamte Distanz schneller zu sein. Daher kam es auch vor, dass man den Fahrstil hin und wieder mal auf "benzinsparend" umstellen musste, um beispielsweise einen Boxenstopp weiter aufzuschieben. Mettler absolvierte seine Einsätze dennoch mit Bravur und zeigte sowohl starke Rundenzeiten, wie auch die nötige Intelligenz in heiklen Situationen.
 
24h-4
 
24h-5
 
"In der Nacht sieht man trotz Fernlicht und zusätzlicher Nebelscheinwerfer so gut wie nichts, die Nordschleife ist einfach so dunkel! Dazu kam noch die teilweise nasse Fahrbahn, der dichte Nebel bei einigen Streckenabschnitten, das helle Licht der GT3 Fahrzeuge, die von hinten angeschossen kommen... all das war einfach unglaublich viel auf einmal, was zu meistern war. Ich bin sehr stolz, dass ich da ohne Fehler durchgefahren bin.", kommentierte Mettler seinen ersten Nacht-Stint.
 
Am frühen Morgen fuhr Mettler anschliessend einen Doppel-Stint im Trockenen. Da die Nacht nun überstanden war, hiess es Attacke auf die Top3! Auf dem 5. Platz liegend fuhr Mettler die Lücke zum Viertplatzierten mit konstant schnellen Zeiten kontinuierlich zu. Dabei erlebte er auch, was es heisst, wenn die Bremsen langsam an ihr Limit kommen.
 
"Im ersten Teil meines Doppel-Stints lag das Auto wirklich perfekt und ich konnte super Rundenzeiten fahren. Ich hatte eineinhalb Stunden richtig Spass und konnte voll attackieren. Im zweiten Teil musste ich dann mit der Bremse haushalten, die Renndistanz machte sich im Material langsam bemerkbar. Irgendwann war dann der Druck am Bremspedal komplett weg, was das Bremsen extrem schwierig machte. Trotzdem konnte ich noch Plätze gut machen und das Auto am Ende unversehrt an meinen Teamkollegen abgeben.", erzählte Mettler nach seinem dreistündigen Einsatz am Morgen.
 
24h-6
 
24h-7
 
Die fehlerlose Fahrt zahlte sich aus, als Mettlers Teamkollege im nachfolgenden Stint schliesslich den 4. Rang übernehmen konnte. Nun war das Podest in Reichweite. Das ganze Team blieb trotz Erschöpfung wach, um die letzten Stunden des Rennens mitzuverfolgen. Mettlers Teamkollegen gaben noch einmal alles - es sollte ein spannender Kampf sein, in dem es bei der #318 auch zu der einzigen Berührung im ganzen Rennen kam. Mit einem lädierten Kotflügel vorne links überquerte der M235i von Mettler/Wolter/Hinte/Lambertz schliesslich als vierter die Ziellinie. In der Gesamtwertung landete das Quartett sogar auf dem 37. Rang von insgesamt 160 Teilnehmern, also auch vor deutlich leistungsstärkeren Fahrzeugen. Das Team war erleichtert, alle drei eingesetzten 2er BMW's ins Ziel gebracht zu haben und freute sich über das bisher beste Ergebnis beim 24h Klassiker.
 
"Der 4. Rang beim härtesten Rennen der Welt ein Top-Ergebnis, auf das wir alle stolz sein können. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinem Team, allen Sponsoren und allen Fans, die live oder von zu Hause mitgefiebert haben, bedanken. Der Support war unglaublich und es war ein unvergessliches Erlebnis.", zeigt sich Mettler am Ende zufrieden.
 
Nachdem Mettler in der Nacht auf Montag einiges an Schlaf nachzuholen hatte, geht es für den  Rennfahrer aus Luzern nun direkt weiter auf die nächste Rennstrecke. Viel Zeit für Erholung bleibt nicht, denn Mettler reist bereits heute wieder nach Deutschland, um Nachwuchspiloten in der Formel 4 zu unterstützen. Als Coach und Ingenieur geht die Reise dann auch gleich weiter nach Frankreich und Österreich, wo die nächsten Einsätze anstehen.
 
24h-8
 
24h-9
 
 

Newsletter


E-Mail-Adresse *
 

Gewünschte Aktion  Anmelden
 Abmelden

 
Angaben mit * sind Pflichtangaben.
Zum Anfang