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GANZ KURZ SIEGESLUFT GESCHNUPPERT

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„Nichts gewesen, ausser Spesen“ – das ist das ernüchternde Fazit für Mettler aus den VLN Läufen 7 und 8. Der Luzerner Rennfahrer und seine Teamkollegen wurden gleich zweimal Opfer von technischen Ausfällen – und dies auf besonders bittere Art und Weise: einmal blieb Mettler nach 6 Stunden Renndauer in der letzten Runde mit defekter Benzinpumpe stehen und beim 8. Lauf wurde er in Führung liegend von einem Mitkonkurrenten ins Aus gerissen. Der „schnelle Schweizer“, wie er in der VLN-Szene zunehmend genannt wird, ging damit beide Male ohne Punkte nach Hause.  
 
 

Auf dem Vormarsch

In der mittlerweile am härtesten umkämpften Meisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife, dem BMW M235i Cup, befinden sich Mettler und das Team FK Performance aus Bremen in einem klaren Aufwärtstrend. Die Truppe ist hochmotiviert und scheut keinen Aufwand, um den langersehnten Podestplatz zu realisieren. Es gibt nur eine Richtung: Vormarsch. Doch der Defektteufel schlägt scheinbar jedes Mal zu, wenn Mettler und sein Team auf dem Weg zu einem Topresultat sind. 
 

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VLN 7: Nur noch ins Ziel rollen hätte gereicht

Beim 7. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Anfang September übernahm Mettler die letzten zwei Stunden des 6-stündigen Rennens. Es sollte ein spannender Schlusssprint werden, nachdem sich die beiden Teamkollegen Wolter/van Campenhoudt in den ersten vier Stunden zwischen Platz 3 und 5 bewegten. Mettler übernahm das Auto auf P5 und legte eine packende Aufholjagt hin, in der er teilweise schneller unterwegs war, als die Spitze.

Zwei Runden vor Ende machte sich die defekte Benzinpumpe erstmals bemerkbar und Mettler musste mehrmals auf der Strecke anhalten, um einen Elektronik-Reset zu machen. Die Chance auf den dritten Rang war damit dahin, aber der fünfte Rang war auf sicher – sofern Mettler noch ins Ziel rollen würde. Auf den letzten Kilometern streikte das Auto dann aber komplett und lief nicht mehr an, so dass auch der 5. Rang verloren war. Damit ging nicht nur der Motor wortwörtlich leer aus, sondern auch das gesamte Team.

„Ich konnte es in dem Moment nicht fassen! Nach 6 Stunden vollem Einsatz, voller Attacke und einer Topleistung des ganzen Teams ist das für alle Beteiligten ein extrem undankbares Ende. Die Jungs vom Team haben das Auto vor dem Rennen komplett zerlegt und akribisch vorbereitet und dann geht eine Komponente kaputt, die überhaupt nicht kritisch ist. Das ist doch zum Schreien.“ , schilderte Mettler, der seine Enttäuschung nach der Rückkehr via Abschleppdienst nicht verbergen konnte.


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VLN 8: Cleverer Schachzug nicht belohnt

Am vergangenen Wochenende fand der 8. Rennlauf zur VLN statt. Dieser wurde wieder in gewohnter Manier über eine 4-stündige Renndistanz ausgetragen, mit der bewährten Fahrerbesetzung Mettler/Wolter. Mit neuer Motivation setzte das Duo erneut zum Angriff an. Als das Rennen seinen Lauf nahm, schien alles nach Plan zu laufen und beide Fahrer waren mit bei der Musik. Dann, plötzlich, ging es Schlag auf Schlag: das Team nutzte eine Gelbphase clever aus, um den Boxenstopp vorzuziehen und Mettler damit direkt an die Spitze zu bringen. Nun war alles möglich! Doch der Defektteufel war auch diesmal nicht weit und es verging keine Minute, da kam der Rückschlag: Ein Aufhängungsteil auf der Vorderachse, der sogenannte Front-Stabilisator, brach. Mettler hatte Glück im Unglück und konnte das Auto Auffangen und die Fahrt weiterführen. Nun mit einem Handicap, aber immer noch zügig unterwegs, konnte er die Führung für den Moment behaupten. Der Zweitplatzierte sass ihm jedoch im Nacken und witterte die Schwäche. Nur wenige Kurven später setze er zu einem übereiligen Überholversuch an und knallte Mettler ins Heck. Die Folge: Dreher, Aufhängung kaputt – beide ausgeschieden.

„In den wenigen Minuten durchlebte ich wiedermal eine Achterbahnfahrt der Gefühle... Wir waren richtig schnell unterwegs und alles hätte gepasst, dann die Info, dass wir auf P1 liegen. Perfekt. Kurz darauf eine Schrecksekunde wegen dem Aufhängungsbruch, und dann werde ich auch noch von der Strecke geräumt... sehr ärgerlich. Besonders, weil der Angriff in einer Kurve kam, wo einfach kein Platz zum Überholen ist.“, so Mettler zu den Ereignissen.
 

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Blick nach vorne

Die Ereignisse zeigen: Auf der „anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt“ werden nicht nur die Fahrer bis an ihre Grenzen gefordert, sondern auch die Fahrzeuge. Eine defekte Benzinpumpe und ein gebrochener Front-Stabilisator sind jedoch beides sehr untypische Defekte. Da Mettler und Wolter in der Fahrerwertung nun definitiv aus den Top-5 gefallen sind, kann es nur noch ein Ziel geben: Nochmals alles dransetzen, das verdiente Resultat doch noch einzuholen!

 

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