Dijon

4.-6.9.09

LO Formel Lista, Dijon

Endlich, mein erstes Rennen in einem Rennwagen! Nach einer schwierigen Zeit im Kart freute ich mich umso mehr darauf. Leider wurde ich genau zwei Tage vor dem Rennen noch krank, wodurch zuerst gar nicht sicher war, ob ich überhaupt fahren kann, denn ich hatte hohes Fieber und fühlte mich schwach. Auch nach zwei Tagen Ruhen war ich immer noch nicht ganz fit, aber ich wollte es zumindest probieren, schliesslich habe ich mich lange darauf gefreut. Am Freitagmorgen hat es dann sehr stark geregnet, wodurch viele Teile der Strecke regelrecht unter Wasser waren! Das machte es extrem schwierig das Fahrzeug auf der Strecke zu halten, nicht gerade optimal um sich wieder ans Auto und an die Strecke zu gewöhnen, aber nach langsamem Herantasten gings dann immer besser. Im zweiten Training wars immer noch nass und regnete leicht. Bei diesen Bedingungen kam ich aber gut zurecht und kam bis zu einer Sekunde an die Spitze heran. Beim dritten und letzten Training war die Piste dann hauptsächlich trocken und ich konnte mich auch bei diesen Bedingungen ans Limit herantasten.

Immer noch nicht ganz fit und etwas nervös fuhr ich im Qualifying am Samstagmorgen nur auf den 14. Rang, womit ich nicht zufrieden war. Ich konnte die Reifen an diesem kalten Morgen nicht richtig auf Temperatur bringen und ausserdem hat das Auto stark untersteuert. Erst am Abend nach dem Rennen war dann auch klar wieso – bei der Reifenausgabe hat fast das ganze Team Daltec uralte Vorderreifen bekommen, die rund 10% härter waren als die Neueren, die hinten aufgezogen wurden. Erstaunlicherweise hat die Konkurrenz mehrheitlich die „richtigen“ bekommen. Vielleicht Zufall. Jedenfalls ist es naheliegend, dass die Balance des Autos auch im Rennen nicht optimal war. Trotz des starken Untersteuerns, wodurch ich oft vom Gas gehen musste, konnte ich mich auf den 10. Rang vorarbeiten. Ich habe sogar gleich meine erste Safety-Car-Phase erlebt, da zwei Fahrer an einer schnellen Stelle kollidierten. Erfreulich war auch, dass nichts kaputt gegangen war und dass der Start einigermassen geklappt hat, obwohl dieser noch nicht ganz optimal war. Der 10. Rang gab ausserdem einen Meisterschaftspunkt.

Dijon

Am Sonntag konnte ich also noch einiges besser machen. Dazu kam, dass nach der Reklamation am Samstagabend nun auch überall die richtigen Reifen aufgezogen waren! Es lief dann auch gleich viel besser im Sonntags-Quali: das Auto lag dank den richtigen Reifen viel besser und diesmal wärmte ich auch die Reifen besser an. Somit reichte es für den 7. Startplatz! Eine klare Verbesserung und eine Ansage fürs Rennen. Am Nachmittag wurde es dann richtig warm, aber ich fühlte mich immer noch nicht ganz fit. Der Start verlief diesmal auch viel besser und ich konnte den 7. Rang halten. Ich merkte aber, dass die Balance des Autos diesmal anders war: das Heck war sehr nervös und brach ständig aus. Dieses Fahrverhalten war mir neu, da ich bisher nur immer leichtes Untersteuern oder ein neutral liegendes Auto hatte. Aber das sind eben die Rennbedingungen, die es beim Training nicht gibt, damit muss man lernen umzugehen.

Als der fünt- und sechstplatzierte sich dann nicht ganz einig wurden, rutschte ich auf den 5. Platz und versuchte der führenden Gruppe zu folgen. So konnte ich mich auch einige Zeit behaupten, denn ich wollte diese gute Position um keinen Preis wieder abgeben, doch gegen Mitte Rennen überhitzten die hinteren Reifen (wahrscheinlich durch das starke Rutschen und den allg. zu hohen Luftdruck). So wurde das ganze immer schlimmer und ich musste etwas Tempo rausnehmen, wodurch die hinteren Fahrer natürlich näher kamen. Ich versuchte meine Position zu verteidigen, aber irgenwann waren die Hinterreifen so heiss, dass sie sozusagen kein Grip mehr hatten und ein Ablfug vorprogramiert war. So passierte es dann auch, in einer schnellen Rechtskurve verlor ich die Konrolle über das Auto, obwohl ich gleich in die Kurve hineinfuhr wie in den Runden zuvor, aber der nötige Grip war einfach nicht mehr vorhanden, was auch bei der späteren Datenanalyse gut zu sehen war. Schade, der fünfte, sechste oder auch der siebte Platz wären eine starke Leistung gewesen. Aber ich denke ich habe auch so gezeigt, was ich kann und vor allem habe ich sehr viel gelernt! Zudem hatte ich wieder einmal richtig Spass beim Fahren, das ist das Erfreulichste am ganzen.

Auf der Daltec-Racing Homepage gibt es wie immer einen Bericht über die Rennen, aus der Sicht des gesamten Teams: http://www.daltecracing.com/content/view/90/1/lang,german/

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Hahn

21.-23.8.09

DKM Hahn

Dieses Rennen, nur zwei Wochen nach dem Tod von Thomas Knopper (siehe Bericht DKM Liedolsheim), sollte zuerst eigentlich nicht ausgetragen werden. Doch die Eltern des verstorbenen Fahrers setzten sich dafür ein, dass alle restlichen Fahrer weiter Kartfahren sollen, was in einer einfühlsamen Rede des Kommentators mitgeteilt wurde. Nebst einer Schweigeminute wurde auf jedem Kart ein Aufkleber mit der Schrift „Ciao Thomas“ angebracht, als Zeichen des Beileids.

Das Rennen selbst lässt sich am besten so beschreiben: Hätte es doch nur geregnet! Im Freitagstraining war ich im Regen richtig gut unterwegs, soweit ich das beurteilen kann war ich der Schnellste. Doch kaum trocknete es ab kamen die alten Probleme wieder… Am Anfang ging es noch, aber mit zunehmendem Grip und hohen Temperaturen wurde ich wieder in den hinteren Teil des Feldes gereicht. Einzig im Warm-Up am Sonntag konnte ich einigermassen mithalten, weil es halt noch nicht so warm war. Aber spätestens während des Finals ist mir - zum ersten Mal überhaupt an einem Rennen – richtig die Lust vergangen. So macht es einfach keinen Spass mehr. Schlussendlich bin ich dann durch einen Motorenschaden ausgeschieden. Ein typisches Wochenende zum vergessen!

Weiterer Bericht und Fotos auf http://www.cmv-sportmedia.de/baral/?p=99#more-99

Liedolsheim

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Liedolsheim

7.-9.8.09

DKM Liedolsheim

Beim Heimrennen von Mach 1 schien es nochmals besser zu laufen als in Ampfing. Der Speed war diesmal gut und auf die Spitze fehlte nicht viel. Im ersten Vorlauf kam ich – trotz Zwischenfall – als fünfter ins Ziel. Beim zweiten Vorlauf gab es leider eine Startkollision. Fürs Prefinale hatte ich ein gutes Gefühl, da wären sicher wieder Punkte drin gewesen, nur kam es traurigerweise nie dazu. Beim Sprint der Schaltkart-Klasse kam es zu einem tödlichen Unfall, wodurch das Rennen natürlich abgebrochen wurde. Beim Zusammenräumen lag eine unheimliche Ruhe in der Luft, alle trauerten mit den Angehörigen des Verunglückten mit. Es war sehr komisch, mit solchen Gefühlen nach Hause zu gehen. Deshalb bin ich froh, jetzt erstmal eine Woche Urlaub zu machen und die ganzen Szenen etwas zu vergessen.

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Ampfing

3.-5.7.09

DKM Ampfing

Zum ersten Mal dieses Jahr gabs Punkte in der DKM! Daran habe ich nach den ersten zwei Rennen eigentlich nicht mehr geglaubt, doch wie’s aussieht gibt es doch einen Aufwärtstrend. Allerdings kämpen wir immer noch mit demselben Grundproblem: Wenn es auf der Strecke viel Gummiabrieb gibt und die Temperaturen hoch sind, fehlt uns Speed, vor allem über die Distanz. Am Anfang kann ich jeweils attackieren, doch gegen Mitte Rennen fängt es an abzubauen und ich falle zurück. An meiner Konzentration bzw. Fitness liegt es nicht, denn ich war noch nie so fit wie dieses Jahr. Dieses Problem muss das Team in den griff kriegen, denn die Resultate am Sonntag waren aufgrund der Ausgangslage nicht zufriedenstellend.

Einen tollen Bericht und Bilder gibt es erneut auf der Baral-Hompage unter: http://www.cmv-sportmedia.de/baral/?p=80#more-80

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Ampfing

Kurzbericht über DMV-Championship und DKM in Wackersdorf (D) und über ADAC Kartmasters in Ampfing (D)

Beim DMV Rennen in Wackersdorf lief es zum ersten Mal richtig gut in dieser Saison. Obwohl ich am Freitag nicht trainieren konnte, war ich von den Zeiten her stets dabei. Im Rennen konnte ich dann im ersten Final auf den 6. Rang fahren und im zweiten Final konnte ich auf den 2. Rang vorfahren. Somit war ich endlich wieder einmal auf dem Podest!

Ausführlicher Bericht auf http://www.baral-racing.de/ oder http://www.mach1kart.de/

Beim 2. DKM Lauf, auch in Wackersdorf, lief es hingegen weniger gut. Bei dem sehr starken und international besetzten Feld fehlte mir durch das ganze Rennen hindurch das Freitagstraining, welches ich erneut (aufgrund der Schule) nicht nutzen konnte. Ausserdem gab es nochmals ein neues Chassis, das zwar schneller, aber komplet anders zu fahren war. Das machte das Ganze noch schwieriger und das Freitagstraining im Prinzip noch wichtiger. Jedenfalls fuhr ich irgendwo im Mittelfeld herum, 13. in den Heats und 16. im Prefinale. Im Finale fuhr ich nach einem super Start wieder einmal weiter nach vorne, bis unter die top 10. Der Vormarsch hielt allerdings nur bis Mitte Rennen an, dann wurde ich abgeschossen. Sicherlich hat immer noch etwas Speed gefehlt, um vorne mitzufahren, aber es war trotzdem eine klare Unsportlichkeit, welche von der Rennleitung mit einer 10-Sekunden Strafe (macht ca. 8 Plätze aus) entsprechend bestraft.

Weitere Berichte auf http://www.baral-racing.de/ und http://www.kart-magazin.de/

Beim ADAC-Kartmasters in Ampfing lief es dann wieder besser (und hoffentlich bleibt es jetzt auch so!). Zusammen mit meinem "Super-Mech" Dennis Nägele haben wir viel über das neue Chassis gelernt und wurden entsprechend auch immer schneller. Zwar haben wir im Zeittraining etwas falsch gepokert und auf angefahrene Regenreifen gesetzt, anstatt auf neue (es herrschten wechselnde Bedingungen und entgegen unserer Erwartungen fing es nochmals an zu regnen, anstatt abzutrocknen). So landete ich auf dem enttäuschenden 38. Startplatz. Aber... Kaum neue Regenreifen montiert für den ersten Lauf, fuhr ich von 26 (Startplatz für die Heats nach Gruppeneinteilung) auf 12 vor. Das hat ja mal richtig Spass gemacht! Dabei wurde ich zwischenzeitlich auch wieder einmal von der Piste geboxt, ich wäre also locker unter die top 10 gekommen. Nun also erst recht motiviert fuhr ich am nächsten Tag, beim 2. Heat (der im Trockenen stattfand) nochmals von 26 vor, diesmal auf 7! Das ergab fürs erste Finale den 11. Startplatz. Dabei gings gleich weiter nach vorne: Platz 5 und damit schonmal ein Pokal. Doch um den ging es mir nicht, ich konzentrierte mich auf das zweite Finale. Ich wollte mindestens aufs Podest, sprich unter die ersten 3, was auch möglich gewesen wäre. Doch durch einen Startunfall gingen leider alle Chancen verloren. Ich habe mich sehr geärgert, aber manchmal krachts halt einfach, da kann man nichts machen.

Pressemitteilung auf http://www.kart-magazin.de/content/view/1749/126/

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Kurzbericht über DKM Oschersleben und EM-Quali:

Beide Rennen liefen nicht wie gewünscht. An der DKM gabs jede Menge Unfälle und Schrott, weil wir grundsätzlich zu langsam waren. Auch an der EM-Quali hat im Final der Speed gefehlt, obwohl es eigentlich mit 43 Punkten trotzdem hätte reichen sollen (letztes Jahr und auch im Normalfall ist die Grenze ungefähr bei 46 Strafpunkten). Aber nun ist es vorbei und wir müssen schnell etwas tun, um wieder vorne dabei zu sein. Es werden nun neue Chassis gebaut, die ziemlich sicher konkurrenzfähiger sein werden. Als nächstes steht nämlich der 2. Lauf der DKM in Wackersdorf an.

Einen ausführlichen Bericht und schöne Fotos gibt es übrigens auf der Mach1- und Baral-Racing-Homepage, unter folgenden Links: http://www.mach1kart.de/Kartsport-News/2009/DKM-Oschersleben-Baral-Racing-DKM-Auftakt/ und http://www.baral-racing.de/

Weitere Bilder findet ihr auf http://www.ksp.fr/ (EM) und die Resultate wie gewohnt auf http://www.kart-dm.de/ (DKM).

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angerville

27.-29.3.09

GPO (Französische Meisterschaft), Rennen 1, Angerville (F): Gutes Training für die EM-Qualifikation!

Als Training für die diesjährige EM-Quali in Angerville fuhr ich das erste Rennen zur französischen Meisterschaft. Es war die erste ernste Veranstaltung in diesem Jahr und zwischen meinem letzten Rennen der Saison 08 lag nun schon fast ein halbes Jahr! Es ging vor allem darum, das Team und das Material über die Renndistanz kennen zu lernen und mich wieder an das Renngeschehen zu gewöhnen. Anfangs fehlte viel auf die Spitze, da vor allem die einheimischen Fahrer und Teams durch ihre Erfahrung besser vorbereitet waren. Ich musste also die Piste, welche nicht ganz einfach zu fahren ist, zuerst einmal kennenlernen. Danach feilten wir gemeinsam an der Übersetzung und am Setup des Chassis. So richtig hingekriegt haben wir es erst auf das 2. Final am Sonntag, jedoch spielte das Resultat ja nicht so eine grosse Rolle, sondern die Erkenntnisse, die wir durch dieses Rennen gewonnen haben.

So fuhr ich am Samstag stets im vorderen Mittelfeld herum, wobei es im Final dank einer Setup-Änderung etwas besser ging und ich auf den 10. Rang vorfahren konnte. Jedoch hatte ich dann 3 Runden vor Schluss einen Motorschaden und konnte das Rennen nicht beenden. Am Sonntag lief es am Anfang ähnlich, doch im Prefinal (das in 2 Gruppen aufgeteilt war) konnte ich den 6. Rang herausfahren und es fehlte auch nicht mehr so viel auf die Spitze. Im Final konnte ich lange mit den ersten fünf mitfahren, da wir uns aber mit dem Luftdruck der Reifen etwas verschätzt hatten, bauten die Reifen über die Distanz zu sehr ab (wurden zu heiss), sodass ich das Final auf dem 8. Gesamtrang beendete. Schlussendlich war das Resultat dann doch zufriedenstellend, abgesehen von dem Reifenproblem ging es am Ende ja doch ganz gut.

Als nächstes steht der erste Lauf zur deutschen Meisterschaft ende Osterferien an. Ich freue mich schon, nach dem ersten Rennen dieser Saison bin ich wieder voll ins Rennfieber gekommen!

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Test

23. & 24. 2.09

Roll-Out in Lonato

Hallo zusammen! Die Winterpause ist definitiv vorbei und ich konnte diesen Montag und Dienstag endlich wieder einmal Kart fahren. Es war der erste Test mit Mach1 und dem Baral Racing Team. Am ersten Tag hatten wir einige Probleme, kriegten diese aber gegen Montag Nachmittag in den Griff und am Dienstag lief es ganz gut. Die Zeiten waren ungefähr gleich wie letztes Jahr und ich habe mich bei jeder Fahrt wohler gefühlt.

Ich bin also zuversichtlich für die kommende Saison!


 

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